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Sache denken wie Ihr wollt, aber ich weiß, was ich ſtets gedacht habe und noch denke.“
„Nun, willſt Du uns Dein Glaubensbekenntniß nicht zum Beſten geben?“ rief Mr. Charteris.
Sie zögerte,— ihre Wangen brannten wie Feuer— aber dennoch ging ſie tapfer mit der Sprache heraus.
„Ich glaube trotz Allem, was Ihr ſagt, daß es nicht blos in den Büchern, ſondern auch in der Welt eine uneigennützige, treue und wahre Liebe giebt, wie die meiner Thekla und meines Max; ich glaube, daß eine ſolche Liebe— eine rechte Liebe — die Leute lehrt, zuerſt an das Recht und dann
an ſich ſelbſt zu denken, und daß ſie deßhalb, wenn
es ſein muß, ertragen können, irgend eine Zahl von Jahren— ja auf immer von einander zu ſcheiden.“
„Ach, mein Himmel! Ich gäbe nicht zwei Heller für einen Mann, der nicht um meinetwillen Alles thäte— ſogar etwas Unrechtes.“
„Und ich, Liſabel, würde einen Mann für einen egoiſtiſchen Feigling halten, den ich wohl bemitleiden, aber ganz gewiß nicht wieder lieben könnte, wenn er auf irgend eine Weiſe um meinetwillen ein Unrecht beginge.“
Von meiner Ecke aus, in welche ich mich ein wenig von dem Cirkel hinweggezogen, ſah ich dieſes


