erſchien, wo ſich die Knaben um ſie drängten, weil Jeder zuerſt die kleine Schweſter Maud küſſen wollte, ſah ſie trotz ihres Lächelns erſtaunt im Zimmer umher und frug:
„Wo iſt Muriel?“
„Sie ſcheint das böſe Wetter ſehr empfunden zu haben,“ erwiderte John,„und ich glaubte, es ſei beſſer, wenn ſie oben bliebe.“
„Nein,“ verſicherte Guy betrübt und verwundert, „Schweſterchen iſt ſchon ſeit vielen vielen Tagen nicht herunter gekommen.“
Die Mutter erſchrak und ſah erſt ihren Mann und dann mich fragend an.
„Weßhalb hat mir das Riemand erzählt?“
„Ach Liebe, es war nichts Neues darüber zu ſagen.“
„Hat das Kind eine Krankheit gehabt, von der ich Nichts weiß?“
„Nein.“
„Hat ſie Doctor Jeſhop geſehen?“
„Gewiß— öfter.“
„Mutter,“ verſicherte Guy im Eifer, ſie zu be⸗ ruhigen,— denn ſo unartig er auch zuweilen war, ſo blieb er doch dabei der zärtlichſte aller Knaben, beſonders aber gegen Muriel und ſeine Mutter— „die Schweſter iſt auch nicht ein Bischen krank, ich


