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„Eine kurze Zeit— eine kurze Zeit,“ ſo ſuchte ich mich zu tröſten Ich glaubte dies von John ſelbſt noch zu hören, wie er vor kurzer Zeit neben mir ſtand, ſeine Hand auf meine Schulter gelegt. Derſelbe John und doch ſo verſchieden von dem, der hier vor mir lag, ſo ſtill und ſchön wie der Menſch nur im Tode ausſieht, jünger, faſt um zwanzig Jahre jünger als er mir heute Morgen erſchien.
„Lebe wohl, John! Lebe wohl! der Du mir mehr als Bruder warſt. Es iſt ja nur für eine kurze Zeit.“
Als ich ſo in Gedanken vertieft ſaß und auf ſeine friedlich gefalteten Hände ſah, der Ausdruck ſeines geſchloſſenen Mundes mir ſo ſüß erſchien und die ſonderbare geiſterhafte Aehnlichkeit mit Muriel's kleinem Geſichte immer mehr hervortrat, die einſt in derſelben tiefen Ruhe auf demſelben Kiſſen lag; da fühlte ich, daß mich Jemand leiſe anfaßte. Es war Mrß. Halifax.
Wie ſie hierher kam, weiß ich nicht, und eben ſo wenig, wie es ihr möglich ward, ſich aus dem Kreiſe ihrer Kinder fortzuſtehlen, noch, wie ſie 3.
die ſeit Wochen nicht gegangen war— ihren Weg hier herauf ſo allein und im Dunkeln fand. Eben


