Teil eines Werkes 
6. Band (1860)
Entstehung
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mir ohne Worte mit ſeinem alten lieben Lächeln. Einſt, ja einſt werde ich ihn an dieſem Lächeln wie⸗ derkennen. Wohl über eine halbe Stunde ſaß ich ſo und beobachtete die untergehende Sonne, die immer tiefer und tiefer ſank, eine rothe runde Kugel, ohne daß eine Wolke ſie verhüllte. Schöner habe ich dies Schauſpiel nie vorher geſehen, ſo klar, daß man den Augenblick bezeichnen konnte, wo die Scheibe verſchwand.*

Maud und Mr. Ravenel waren den Berg her⸗ auf gekommen, ich machte ihnen ein Zeichen, den Vater nicht zu ſtören, und ſo ſaßen wir alle Drei ſtill neben einander und blickten nach Weſten. Im⸗ mer weiter ging die Sonne hinab, bald ſahen wir nur noch die halbe Kugel, ſpäter einen Streif, einen unſichern Lichtſchein, dann war ſie verſchwunden.

Und doch ſaßen wir noch immer da, ernſt, aber nicht

betrübt in die glänzende Helligkeit verſunken, die das untergegangene Geſtirn hinter ſich zurückließ, wohl wiſſend und glaubend, es morgen wieder glorreich erſtehen zu ſehen.

Wie kalt iſt es geworden! ſagte Maud.Ich dächte, wir müßten den Vater wecken.

Sie näherte ſich ihm und legte ihre Hand leiſe

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