W
„Ja, und ich empfinde noch heute ſo.„Halt' feſt an den Träumen deiner Jugend,““ ſagt der alte Deutſche; ich bin den meinigen nicht abtrünnig ge⸗ worden. Ich habe ein glückliches Leben genoſſen, ja, und was wenige Menſchen ſagen können, es war gerade die Art der Glückſeligkeit, welche meinen Wünſchen entſprach. Ich denke, es leben Manche, die, nachdem ſie Tag für Tag getreulich ihre gerin⸗ gen Kräfte anwendeten, zufrieden ſind, ihren Faden weiſern Händen zu überlaſſen, wollen dieſe ihn fertig verarbeiten. Ich wünſche dann aber Allen, daß ihnen ihr Gewebe ſo hell erſcheint wie mir das mei⸗ nige.“ So ſprach er ruhig daſitzend weiter, das Kinn auf ſeine Hand geſtützt, während ſeine Augen ſanft und lieblich nach Weſten blickten, wo die Sonne wohl noch eine Stunde vor ihrem Untergange ſtand.
„Erinnerſt Du Dich wohl noch, wie wir in Deines Vaters Garten auf dem Raſen lagen, und doch nie den Sonnenuntergang recht ſehen konnten, außer ſtellenweiſe durch die Baumzweige des alten Abteigartens? Ich möchte wohl wiſſen, ob ſie die Taxushecke noch ſo dick beſchnitten halten, wie damals?“
Ich ſagte ihm, wie Edwin heute erzählt habe,


