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wolle die Nacht abwechſelnd vor Ihrem Hauſe oder in der Lohgerberei bleiben, er fürchtete„Feuer.““
Dies Wort erſchreckte meinen Vater, denn er kannte nur zu wohl dies Ende aller Aufſtände.
„Mein Haus! meine Lohgerberei! ich muß gleich ſelbſt aufſtehen; komm', hilf mir. Er muß doch zurückkommen, der Junge, der Halifax. Das ſoll meinen Arbeitsleuten angeſchrieben werden, dem Wilkes und Johnſon, und Jacob Baines, ja, ich ſage es. Aber Du weißt ja von Nichts, Phineas!“
Er verſuchte ſich anzukleiden und ſeine ſchweren Schuhe überzuziehen; doch fiel er vor Schmerz und Ermattung zurück; ich half ihm, ſich wieder nieder⸗ zulegen.
„Phineas! Kind!“ ſagte er ganz zuſammen⸗ gebrochen,„Dein alter Vater iſt ſo hilflos geworden wie Du ſelbſt.“
So wachten wir die ganze Nacht hindurch zu⸗ ſammen, zuweilen wohl einſchlummernd, doch bei dem leiſeſten Geräuſche auffahrend, oder das Flackern des langen Lichtdochtes erſchien uns wie Feuer, und unwillkürlich als das, was unſer Haus bedrohte. Dann und wann hörte ich wohl einzelne Worte, die mein Vater vor ſich hin ſprach:„Wenn der Junge nur in Sicherheit iſt!“ Ich ſagte Nichts, ich betete nur. So ging ein Theil der Racht vorüber.
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Ende des erſten Bandes.
Druck von C. Roeßler in Grimma.


