ehrenwerthen und hübſchen Hauſe meines Vaters führte.
7 „Dann alſo einen fröhlichen Tag— was ſo
viel heißt als leben Sie wohl!“
Ich erſchrak— das Wort klang betrübt. Mein trauriges einſames Leben, wenn auch kurz, war den⸗ noch durch meine Kränklichkeit verlängert, und meine ſechzehn Jahre hatten ſich in eine unnatürliche trübe Gereiftheit verwandelt, ſo daß das Antlitz dieſes Knaben wie ein Sonnenblick in mein Daſein fiel; es war ein Abglanz der friſchen Jugend, der kind⸗ lichen Heiterkeit und Kraft, die ich nie genoſſen hatte und genießen konnte. Von ihm ſcheiden, hieß für mich in meine Dunkelheit zurückkehren.
„Nein, jetzt noch keinen Abſchied,“ bat ich, mich mühſam aus meinem kleinen Wagen aufrichtend, um die Treppe hinaufzuſteigen. John Halifax kam mir zu Hilfe.
„Wenn ich Sie nun hinauftrüge! Ich könnte es gewiß— nein, was wäre das für ein Spaß, laſſen Sie mich!“
Er ſuchte die Sache in einen Scherz zu ver⸗ wandeln, um mich nicht zu kränken, aber das Beben ſeiner Stimme zeigte eine Zartheit der Empfindung, wie man ſie nur bei Frauen findet; eine größere Zärtlichkeit klang mir aus derſelben entgegen als
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