5
legen dieſe Schurken ſo großes Gewicht auf den Beſitz Adora's? Hat ſie Gnade vor Suradſcha⸗Daulah's Augen gefunden?“
„Wiſſen Sie denn nicht, daß ſie eine Tochter Schud⸗ ſchah's iſt, des Nachfolgers Joffir⸗Khan's, deſſen Erben durch Aliverdy⸗Khan, den Großvater Suradſcha⸗Dau⸗ lah's, von der Nachfolge verdrängt ſind?“ fragte Clara. „Ihr Beſitz hat gerade jetzt, wo die Herrſchaft des bis⸗ herigen Nabobs ſich ihrem Ende zuneigt, den größten Werth für alle diejenigen, die nach dem Thron von Bengalen ſtreben. Sie iſt die einzige rechtmäßige Erbin Juffir⸗Khan's, und eine Heirath mit ihr würde jedem Prätendenten große Vortheile über irgend einen Neben⸗ buhler verſchaffen. Deshalb will man ſie feſthalten und lieber tödten, als einem Andern überlaſſen.“
„Ah! Nun verſtehe ich Mir Jaffir's Andeutungen!“ rief Will.„Oberſt Clive hätte mir das ausführlicher mittheilen ſollen. Aber ich begreife, er wollte mich nicht erſchrecken. Nun, um ſo mehr Anſpruch hat Adora auf meinen Beiſtand. Aber wie konnte ſie ſich hierher wagen?“
„Eine Verrätherei führte uns hierher“, antwortete Clara Badyſon.„Doch jetzt handelt es ſich vor allem darum, ſie den Händen Duna⸗Sahib's zu entreißen, der ſie freilich im Auftrage Suradſcha⸗Daulah's bewacht,


