Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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tugieſiſchen Nationalſchwulſt, mit dem Hochmuthe, der dem Sklaven eigen, bis zum Unertraͤglichen und Lächerlichen geſteigert. Wir fuͤhren hier an:

Faria y Souſa mit 600 Sonnetten, Antonio 1649

Vieyra mit einer Unzahl von geiſtlichen und welt⸗ lichen Reden; Francisco Macedo, im Beſitze von 22 Sprachen, mit 60 lateiniſchen Abhandlun⸗ gen, 33 Lob⸗ und 32 Trauerreden, 48 groͤßeren Gedichten, 123 Elegien, 150 Epitaphien, 242 Briefen, 2000 Epigrammen und mehrern Theater⸗ ſtuͤcken.

Mit der Unabhängigkeit von Spanien kehrte in die Nation ein neuer beſſerer Geiſt, ob auch gleich bei dem immerwaͤhrenden Kampfe gegen Au⸗ ßen verſchiedene Geſchlechtsalter noch ohne bedeu⸗ tende Erſcheinungen im Gebiete der Literatur vor⸗ uͤbergingen. Ein Feind war noch zu beſiegen, welcher der Muͤndigung jenes Geiſtes hartnäckig ſich gegenuͤberſtellte; der gleich liſtige als geſchmack⸗ loſe Jeſuitismus. Aber mit Joào V. nahmen die Dinge ihren Wendepunkt. Die franzoͤſiſche Spra⸗ che gewann Einfluß und Herrſchaft uͤber die Portu⸗ gieſen, und wenn auch laͤngere Zeit nur im Miß⸗ brauche thaͤtig, laͤuterte ſie dennoch die Begriffe, veredelte den Umgang, weckte hoͤhere Beduͤrfniſſe, fuͤhrte die portugieſiſche Unwiſſenheit zu den Schäz⸗ zen des Aus⸗endes und wirkte fuͤr Gedankenfreiheit. Die Akademien, meiſt von Koͤnig Joäo V. ſelbſt geſtiftet, und bis nach Braſilien ſogar verzweigt, brachen nicht minder Bahn zu Forſchungen im Ge⸗ biete mehr als einer Wiſſenſchaft, zumal aber der