Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Italien, Kaſtilien und die Provence wirkten, was den Geſang betraf, immer mehr auch auf ſie ein. Saa de Miranda und Jorge de Montemayor traten als Reformatoren auf. Schäfergedichte und Sonnette, den Petrarchiſchen und Guarini'ſchen zumal nachgebildet, machten den Anfang. Das Studium der alten Klaſſiker, welches auch hier be⸗ geiſterte Anhaͤnger gewann, laͤuterte den Geſchmack der Portugieſen. Henriquez Cayado(Ermi⸗ gius) zeichnete als Dichter in lateiniſcher Sprache ſich aus. Im ſechszehnten Jahrhunderte bildete Bernhardim Ribeira die noch rohen Formen

der Nationalpveſie aus; Saa de Miranda, der

bereits genannte, kann als Vater derſelben betrach⸗ tet werden. Fereira, Gil Vicente und Ro⸗ driguez Lobo wetteiferten in verſchiedenen Gat⸗ tungen ruͤhmlich mit ihm. Aber den Ruhm Aller uͤberſtrahlt der liebliche, gluͤhende und patrivtiſche Camvens, der Verfaſſer der Luſtade. Wenn auch ganz Portugal einſt untergeht: der Geſang dieſes Schwanes, mit Muͤhe nur den Wellen des Weltmeeres entrettet, wird nimmermehr ver⸗ klingen.

Unter den Geſchichtſchreibern haben Barros und Alfonſo d'Albuquerque, der Verherr⸗ licher der Thaten ſeines Vaters, ſo wie Jerome Oſorio einen unvergaͤnglichen Namen ſich erwor⸗ ben. Dennoch kommen die Portugieſen in dieſem Fache, weder, was die Gediegenheit des Inhaltes, noch den Glanz der Darſtellung betrifft, den Spa⸗ niern und Britten gleich; und es waren die Helden ihres Landes groͤßer, als die Beſchreiber derſelben.

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