Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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v. Alemtejo. Dieſe, eine der größern Landſchaften Portugals, graͤnzt gegen Norden an Eſtremadura und Beira, gegen Morgen an Spa⸗ nien, gegen Mittag an Algarbien, und gegen Abend an das Meer. Ihre Groͤße von Norden nach Suͤ⸗ den wird von Einigen auf 34, von Andern aber auf 40 portugieſiſche Meilen geſchaͤtzt, und eben ſo die⸗ jenige von Oſten nach Weſten. Ihr Name ſtammt ebenfalls von ihrer Lage her, naͤmlich als Alem Dorio Tejo(jenſeits des Tejod. Der Tejo und die Guadiana ſind die beiden Stroͤme ſo⸗ mit, welche ſie durchfließen. Die Beſchaffenheit des Bodens iſt ſehr ungleich, und waͤhrend er in vielen Gegenden durch große Fruchtbarkeit ſich aus⸗ zeichnet, findet man ihn wiederum in andern ſehr von Bergen durchſchnitten, mit Sand angefuͤllt, trocken und duͤrr. Weizen, Gerſte, Wein, Limo⸗ nen, Citronen und Orangen ſind ſeine Haupterzeug⸗ niſſe. Auch an HDel, Wild und Fiſchen gebricht es nicht. Alemtejo weiſt uͤberdieß reichhaltige Stein⸗ und Marmorbruͤche auf, deren Ausbeute ſehr ge ſchaͤtzt und bedeutend verfuͤhrt wird. Alemtejo iſt, in Faͤllen des Krieges, die koſtbarſte Provinz der Krone und ihre Vertheidigung erfordert ungewoͤhn⸗ liche Anſtrengungen. Es zaͤhlt folgende 8 Gerichts⸗ barkeiten:

4) Correivad de Evora: die Stadt Evo⸗ ra, mit ungefaͤhr 12,000 Einwohnern, faſt ganz von Bergen umſchloſſen; Eſtremos, wichtige Fe⸗ ſtung. Vimieiro, Canal, Pavia, Agutas, Alco⸗ vavas, Lavre, Montemör o novo, Montoito, Re⸗ dondo, Vianna.

P. UI.