Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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in Gemaͤßheit eines Artikels der Verfaſſung, die eigene Gemahlin aus dem Reiche zu verbannen. Bloß die vorgeſchuͤtzte Krankheit und ein aͤrztliches Zeugniß verhinderten die buchſtaͤbliche Vollſtreckung dieſes Beſchluſſes. Man beobachtete ſie daher ſehr genau in einer Art von kloͤſterlicher Haft. Trotz dieſes Sturmes, welcher die ſtolze Frau von der Seite ihres koͤniglichen Gemahles verſchlug, fuhr dieſelbe in ihrem Widerſtande gegen das Verfaſ⸗ ſungsweſen und in geheimen Anſchlaͤgen gegen die Kortes eifrig fort. Mehrere Verſchwörungen, de⸗ ren Triebfeder ſie geweſen, wurden hinter einander entdeckt, jedoch niemals ſtreng beſtraft. Dieſer Mangel an Energie ſtuͤrzte die Liberalen in der Folge ſelbſt in's Verderben, da man trotz des zeit⸗

lichen Mißlingens ihrer Plane, von Seiten der

Camarilliſten die Bloͤßen des Regimentes kennen gelernt, und Zeit genug fuͤr kuͤhnere Wageſtuͤcke gewonnen hatte.

Die Kortes, von der europaͤiſchen Diplomatik geaͤchtet, unterließen es gleichwohl, durch die Vor⸗ gaͤnge in Neapel und Piemont noch immer nicht genugſam uͤber ihre Stellung und Gefahren belehrt, durch ein ſtandhaftes Schutz⸗ und Trutzbuͤndniß mit Spanien, ſich zu befeſtigen, und die deßhalb angeknuͤpften Unterhandlungen hatten in der Haupt⸗ ſache gar keinen Erfolg gewonnen. Unbekuͤmmert, als ob gar keine Gefahr im Anzuge waͤre, fuhren ſie fort, mit Geſetzgebung, Gerichtspflege und Ver⸗ waltung des Inneren ſich zu beſchaͤftigen. Inzwi⸗ ſchen waren aber die Feinde deſto thaͤtiger. Die weitverzweigte Junta des Abſolutismns verſchwen⸗