Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Heinrich, demPrinz von Braſilien, derKoͤnigin von Portugal, demDom Juan de Caſtro, und demMartino de Friltas, von 90 64 Kanonen; uͤberdieß aus vier Fregatten von 44 36 und vier Briggs von 18 Kanonen, ungerechnet die Transportſchiffe. Im Ganzen zaͤhlte ſie ſechs und dreißig Segel, und nahm einen Werth von beinahe 250 Millionen Kru⸗ ſaden, bloß an Schaͤtzen, mit ſich. Im Hafen von Liſſabon blieben zuruͤck der Vasko da Ga⸗ ma, die Maria Primura, der San Se⸗ baſtian und die Prinzeſſin von Beira, nebſt einer Anzahl größerer und kleinerer Fahrzeuge. Der Himmel und die Natur ſelbſt ſchienen gegen die Reiſe des Hofes Einſprache erheben zu wollen; denn es wuͤthete am Tage der Abfahrt mit wild⸗ empoͤrten Wogen ſchreckbar die See; auch drohte ein Erdbeben mit jenen fruchtbaren Schreckniſſen, die Liſſabon mehr als einmal ſchon erlebt, und die ausgeruͤſteten Schiffe ſelbſt waren von ſo ſchlechter Beſchaffenheit, daß nur durch die angeſtrengteſte Sorgfalt der Englaͤnder die Flotte in Bewegung geſetzt werden konnte.

Noch an dem Tage der Flucht des Hofes hielt Marſchall Junot, an der Spitze des Vortrabes, ſeinen Einzug in Lisboa, und beſetzte die feſten Schloͤſſer, welche die Stadt und den Tajo beherr⸗ ſchen. Nach wenigen Tagen folgten die uͤbrigen Truppen, und ihre Frechheit reizte bald den an⸗ fangs ſtarr hinbruͤtenden Fanatismus des Poͤbels, welcher jedoch, allſeits von Bajonnetten und Kano⸗ nen umringt, in Zaum gehalten wurde. Eine der