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Mit ſeinem Sohne, D. Joſeé I., beginnt eine neue Periode, nicht nur in der Geſchichte Portu⸗ gals, ſondern in der der europäiſchen Kultur und Po⸗ litit. Der Name des Monarchen prangt freilich von nun an bloß zum Scheine und als die vergoldete Thurmſpitze eines Gebaͤudes, welches ein Miniſter von allgewaltigem Einfluſſe, von dem hellſten Gei⸗ ſte, den durchgreifendſten Ideen und der unerſchuͤt⸗ terlichſten Willenskraft, umlagert von einer Legion unverſoͤhnlicher Gegner, außzufuͤhren ſich erkuͤhnte. Es war D. Sebaſtian Joſeè de Carvalho el Mello, Graf von Heyras, Marquis von Pom⸗ bal, welcher, ſeiner Nation an geiſtiger Bildung weit voraus, dieſelbe zur Huldigung der Ideen der neuen Zeit zu zwingen, und Wohlthaten, die ihr Laſten ſchienen, aufzudringen den Muth hatte. Vor ſeiner Wirkſamkeit verſchwindet das koͤnigliche Schattenbild, nur gebrauchbar fuͤr Ausſchmuͤckung von Feſtzuͤgen und Unterzeichnung von Bluturthei⸗ len, in den Hintergrund, und die Geſchichte Pom⸗ bals iſt die von Portugal in einer Reihe von tha⸗ tenſchweren Jahren. Darum erfordert ſie auch verhaͤltnißmaͤßig einen großeren Raum, als die un⸗ fruchtbare Reihenfolge vieler Koͤnige, welche außer einigen Vermaͤhlungsfeſten und Hausintriken, eini⸗ gen Kriegs⸗ und Friedensſchluͤſſen und einer Anzahl Thorheiten, die der chronique scandaleuse mehr, als der Hiſtorie heimfallen, nichts fur ihr Land und die Menſchheit Troͤſtliches vollbracht haben. Das Charakterbild des Mannes aber, welchen wir zu ſchildern uns vornehmen, ſchwankt, von Liebe und ¹
Haß gleich ſehr verwirrt; aber in den Annalen der


