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Viertes Kapitel.
Dom Joao II. Erſte Entdeckung von Oſtindien.
Seines Vaters wuͤrdig, erzeigte ſich der Nach⸗ folger, Dom Joao II., geboren am 4ten Mai 1355. Er nahm vor allen Fuͤrſten Portugals Dom Pedro den Geſtrengen ſich zum Vorbilde, wiewohl ſein Ge⸗ muͤth milder und ſeine Sitten freundlicher waren. Sein Hauptbeſtreben ging dahin, ein Koͤnig des Volkes in ſeiner Geſammtheit, und nicht das Ober⸗ haupt einiger bevorrechteten Kaſten zu werden. Deß⸗ halb, obgleich er jedes einzelnen Standes Recht und Ehre ſchirmte, ergriff er dennoch verſchiedene Maßregeln, welche den Anmaßungen des Adels ſteuern und die traurigen Spuren der durch die in⸗ nern und aͤußern Kaͤmpfe eingeriſſenen Geſetzloſig⸗ keit vernichten ſollten. Die Rechtstitel aller an⸗ geſprochenen Praͤrogativen und Beſitzungen mußten vorgezeigt, die Geſetze wie die Gerichtshoͤfe verall⸗ gemeint und die Rechte und Befugniſſe der Unter⸗ thanen gleichfoͤrmiger gemacht werden. Bei Be⸗ ſetzung obrigkeitlicher Stellen nahm er ganz beſon⸗ ders auf tuͤchtige wiſſenſchaftliche Bildung Ruͤckſicht, und nicht die Geburt, ſondern das Verdienſt war die Stufe des Emporkommens waͤhrend ſeiner aus⸗ gezeichneten und wohlthaͤtigen Regierung.
Dieſe Reformen erregten, wie zu erwarten war, von Seite des beeintraͤchtigten Adels, das tiefſte Mißvergnuͤgen und den heftigſten Wider⸗ ſpruch. Die gefaͤhrlichſten Gegner aber befanden ſich in den zahlreichen Mitgliedern der einflußreichen


