Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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VI

beſchrieben hat, unterzieht er ſich mit Vergn⸗ gen dem Auftrage, auch die eigentliche Ge⸗ ſchichte Portugals für die hiſtoriſche Taſchen⸗ bibliothek zu brarbeiten. Beide Schriften er⸗ ganzen ſich daher wechſelſeitig und dient eine als Kommentar der andern.

Leider hat der Verfaſſer ein ſehr unbe⸗ bautes Feld gefunden; es fehlt zwar der por⸗ tugieſiſchen Geſchichte nicht an vielen, zum Theil trefflichen, zum Theil doch brauchbaren Vorarbeiten, und einzelne Perioden und Cha⸗ raktere haben ihrer wuͤrdige Bearbeiter erhal⸗ ten; aber im Ganzen liegt doch der Gegenſtand noch immer ſehr brach; die Portugieſen haben keinen Schriftſteller, der das ganze Gebiet ih⸗ rer Geſchichte umfaßt, und nach gründlicher Erforſchung der Quellen, mit Geiſt und Ge⸗ ſchmack und in vollendeter Form die Begeben⸗ heiten dargeſtellt hätte. Die Teutſchen ſelbſt, in Schilderung fremder Größe und fremden Geſchickes ſonſt eben ſo eifrig als ihrer eige⸗ nen Verdienſte und Schickſale uneingedenk, ha⸗ ben für dieſen Gegenſtand faſt ſo viel als nichts geleiſtet, und der ehrliche aber unkritiſche, breite und geſchmackloſe Gebauer iſt noch immer der Hauptſchriftſteller üͤber Portugal. Ueber Pombal und ſeine Zeit beſitzen wir ſchon Meh⸗ reres, da der Geiſt der Zeit die Intereſſen der Volker mehr mit einander in Verbindung ſetzte, und die Reformen Friedrichs und Joſephs nicht bewundert werden konnten, ohne auch zugleich an die Verdienſte von Pombal, Choiſeul und Aranda zu erinnern, und eben ſo an die An⸗ klagen wider ſie. In der Revolution verſchwand