Fünftes Kapitel.
Während die Mädchen ſo zuſammen ſprachen, ſaß Johanna in ihrem Sopha zurückgelehnt, durchdachte die Vergangenheit und prüfte Gegenwart und Zukunft. Es wollte ihr ſcheinen, als wäre ſie eine Märtyrerin des Egvismus Anderer. Um ihre erſte Liebe ſei ſie betrogen worden, in ihren ſpäteren Bemühungen, zu
lieben und geliebt zu werden, ſei ſie gleichfalls nicht
glücklich geweſen, und nun zu guter letzt ſei ſie dazu auserſehen, zu erleben, wie ein undankbares Kind ihr
was einzige treue Herz ſtehle, welches ſie hier gefunden. Vön Natut gewiſſenhaft, hatte ſie es für ein Un⸗ echt gehalten, eine Ehe ohne Liebe einzugehen, was jedoch nicht verhinderte) daß es ihr Beftiedigung ge⸗
währte, zu wiſſen, daß es Jemand gab) der ſie treu
iebte Nunmeht wühnte ſie ſich auch dieſes Troſtes


