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her, als ſie ein Kind war, und Martha hatte noch nicht gelernt, ſie anders zu nennen.
„Was meinſt Du, Martha?“ fragte Lisbeth und ſetzte ſich auf die Einfaſſung des Treibbeetes.„Wes⸗ halb mußt Du Anna verklagen?“
„Weshalb? weshalb?“ wiederholte Martha.„Des⸗ halb, weil ich, die ich mein Leben lang ein ſittſ ames und ordentliches Mädchen geweſen bin, mich nicht da⸗ mit verſöhnen kann, daß die Kleine bei Nacht und Nebel ſich mit einem jungen Menſchen umhertreibt. Sie werden ſchon wiſſen, Fräulein, was ich meine, und werden ſo⸗ mit auch verſtehen, daß ich hier nicht ſchweigen kann, Aber dieſes Mal werde ich direkt zum Gerichtsdirektor gehen.“
„Ich begreife kein Wort von dem, was Du ſagſt, Martha“, rief Lisbeth ungeduldig.
„Wiſſen Sie vielleicht nicht, daß die Kleine die ganze Nacht ausgeblieben iſt?“ fragte Martha.
„Freilich weiß ich das, ſie iſt bei der Katharina geweſen, und das iſt ja nichts Neues“
„Ja freilich war es früher ſo, aber jetzt bleibt ſie ja nicht bei der Kathärina, ſondern treibt ſich mit Elias umher. Heuke Morgen um fünf Uhr kamen ſie und er aus dem Gehölz heraus, aber ſie gingen nicht zu ſammen in's Haus, ſondern erſt kam ſie, und ſpäter er.


