Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Das verſpreche ich; aber Onkel, der dürfte wol nicht ſchweigen, meinte Elias.

Sein Schweigen nehme ich auf mich.

Aber weshalb machſt Du ein Geheimniß daraus?

Wenn Du das nicht begreifſt, ſo verdienſt Du auch nicht, das ich mich erkläre. Alles Auspoſaunen unſerer Handlungen, ſeien ſie gut oder ſchlecht, iſt mir verhaßt.

Schön! Ich werde mir das merken.

Es war halb ſechs Uhr, als Anna die Gitterthür bei Ekholm öffnete und ſchnellen Schrittes über den Hofraum und in's Haus durch die wenige Augenblicke zuvor geöffnete Thüre ſchlüpfte.

Kein Menſch war im Korridor zu ſehen, und Anna ging leichten Trittes weiter, öffnete vorſichtig die Thüre zu dem Zimmer des Onkels und ſchlüpfte hinein.

Auf den Zehenſpitzen ſchlich ſie in dem äußeren Zimmer an den Schreibtiſch heran. Hier zog ſie aus der Taſche einen Brief, auf welchem mit der Handſchrift des Amtshauptmanns die Adreſſe des Gerichtsdirektors

geſchrieben war, legte denſelben auf den Tiſch und ſchlüpfte 4

ſo leiſe, wie ſie gekommen, wieder hinaus.