Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Die beiden Brüder Quickfelt waren Brautführer, und Albert, der Bruder der Braut, vertrat die Stelle des Vaters.

Freilich ſchwollen die Stirnadern Ihrer Gnaden, als der alte Bergſtröm den Bräutigam vorführte; aber die ſtolze und eigenſinnige Dame, die von ihrem Schwiegerſohne beſiegt worden war, hatte indeſſen vor der Welt als Diejenige gelten wollen, welche in Allem nach eigenen Willen gehandelt.

Sie hatte deshalb durchaus nichts von einer ſtillen Hochzeit wiſſen wollen, ſondern dieſe wurde mit all dem Pomp und Staat, den ſie liebte, gefeiert.

Sie wollte ſich damit die Genugthuung ver⸗ ſchaffen, zu zeigen, daß ſie, welche einen Grafen zum Schwiegerſohne hätte haben können, doch den aus⸗ gezeichneten Arzt vorzog.

Ja, es war ſogar nothwendig, daß die Profeſſorin ſich dazu herabließ, ſelbſt gegen den Gärtner freundlich zu ſein, um damit allen dieſen Freunden, welche ſie beobachteten, zu ſagen, ſie halte ihre Würde für ſo groß, daß ſie Alle, die mit ihr verwandt würden, emporhebe.

Warm und vom Herzen kommend war der Segen, den der alte Bergſtröm über die Getrauten aus⸗ ſprach, und in den mit Thränen gefüllten Augen las man des alten Mannes Bewegung und Dankbarkeit gegen Gott, welcher es ihm erlaubt, Zeuge des Glücks ſeines Sohnes zu ſein.

Kurz nach der Trennung näherte der Graf ſich Albertinen und ſagte gerührt:

Sie ſind in Ihrer Rache edelmüthig geweſen,