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iſt, ohne daß die Jahre es vermochten, ſeine Geſtalt zu beugen, oder ſeinen Verſtand zu ſchwächen.
Es lag ein milder Ernſt in den Blicken, die er auf den ſchmächtigen und bleichen jungen Mann heftete, der ſich vor ihm befand.
In dem Blick, womit der Baron zu dem Alten hinaufſah, lag ein faſt demüthiger Ausdruck.
— Es kommt mir vor, als wäre Alfhilda's Vater der rechte Richter über mein Leben,— fing der Baron an,— als wenn ich kein Recht hätte, irgend ein Glück zu genießen, bevor er zu mir ge⸗ ſagt hat:„Ich verzeihe Ihnen, Sie haben Ihren Fehler geſühnt, werden Sie glücklich!“ Darum ſtehe ich jetzt hier und frage: Können Sie von ganzem Herzen dem Manne vergeben, was der Jüngling verbrochen? Können Sie mich glücklich ſehen, ohne Demjenigen zu zürnen, welcher ſo viel Kummer über Sie gebracht?
— Das kann ich, junger Mann.
Der Alte reichte ihm die Hand.
— Ich habe ja geſagt:„Derjenige, welcher vergibt, dem wird vergeben werden;“ und ich ver⸗ gebe Ihnen aus meinem ganzen Herzen. Ich that es unter dem Ausbruch meines erſten Schmerzes, wie viel eher jetzt! Sie haben ein edles Herz. Sie haben ſich vernichtet und voll Reue gefühlt, was kann ich mehr fordern?
Würde wohl mein Haß im Stande ſein, das Geſchehene ungeſchehen zu machen? Nein! derſelbe würde nur meinen Kummer verbittern und mich unfähig machen, Troſt aus der heiligen Schrift zu ſchöpfen, während ich dagegen jetzt weiß, daß ich
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