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digenat bekommen hat, wiſſen wir bis jetzt noch nicht. Sie bewohnt jetzt noch immer ihr Hotel, an welchem die Glaſer viel zu verdienen bekom⸗ men haben, und wartet darauf, daß der ihr von dem Fürſten geſchenkte Pallaſt vollſtändig einge⸗ richtet werde.
Vielleicht, daß, wenn ſie von demſelben Be⸗ ſitz genommen hat, der hohenheimer Magiſtrat ſich bewogen fühlen wird, ihr als Hausbeſitzerin das Bürgerrecht zu ertheilen, und daß das neue Miniſterium vielleicht dann auch ihren Adelsbrief unterſchreiben wird.
Das Alles halten wir für ganz gleichgültig; ja wir könnten das Letztere zur Demüthigung der ercluſiven Ariſtokratie beinahe wünſchen.
Wichtiger jedoch iſt es, daß der Fürſt Chlod⸗ wig von Hohenheim auf der unter ſo außerge⸗ wöhnlichen Umſtänden betretenen Bahn des Fort⸗ ſchrittes beharre und ſo manchen benachbarten Herrſcher mit gutem Beiſpiele vorangehe, was wir denn auch von ganzem aufrichtigem Herzen hoffen und wünſchen wollen.


