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und nieder, während die Damen größtentheils auf den ſteinernen Bänken ſitzen und mit einan⸗ der plaudern und lachen, oder das Eiswaſſer ſchlürfen, welches die umherwandelnden Waſſer⸗ träger fortwährend mit großem Geſchrei feilbie⸗ ten. Die maleriſche Mantilla, welche das ſchöne Geſchlecht noch größtentheils beibehalten hat, ſticht ſeltſam, aber ſehr vortheilhaft gegen die unſchöne franzöſiſche Tracht ab, welche die Mode und der gute Ton den Männern zu tragen be⸗ fiehlt. Nur zuweilen drängt ſich ein Majo, ſo nennt man hier die Stutzer aus den niedern Volksklaſſen, in ſeinem reichen und pittoresken andaluſiſchen Nationalanzuge, zwiſchen den jun⸗ gen franzöſiſchen Geſandſchaftsattachss, die auf Liebesabenteuer ausgehen, den langweiligen und gelangweilten Engländern, und den echt ſpani⸗ ſchen Hidalgos in Frack und Glacshandſchuhen, mit keckem und rückſichtsloſem Uebermuthe durch, an ſeinem Arme eine kleine feurige Manola, wie man in Madrid die Griſetten nennt, führend. Sie läßt ihre glühenden ſchwarzen Augen in raſtloſer Beweglichkeit über die verſammelte Män⸗


