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mir, unſterblicher Künſtler, dort unten bei jener elen⸗ den Bauerhütte auf einen Augenblick auszuſteigen.
— Weßhalb? fragte der Maler etwas beſorgt.
— Ich wünſche auszuſteigen, um dieſem ſchmuz⸗ zigen Bauerfilze Vorwürfe zu machen.
— Worüber? fragte ſein Begleiter.
— Darüber, daß Keiner dieſer Elenden eine einzige Ehrenpforte gebaut. Ich werde dieſen Bauer⸗ lümmeln bei Todesſtrafe anempfehlen, heute Abend, wann wir nach Prag zurückkehren, uns mit Ehren⸗ pforten, mit Sang und Klang zu empfangen. Denn dieß iſt dieſer einfältigen Bauern verfluchte Schul⸗ digkeit! ſchrie Scotto, der ſeinen Rauſch erſt theil⸗ weiſe überwunden hatte.
— Bleibt lieber im Wagen; ich ſelber will dieß für Euch beſorgen.
— Thut das, beſter Romano, ſprach der gäh⸗ nende Ritter und geruhte bald von Neuem einzu⸗ ſchnarchen.
An der Bauerhütte angekommen, ſtieg der Maler aus, um den Wunſch ſeines ſchlafenden Nachbars zu erfüllen und Einem für Alle den Befehl zu er⸗ theilen, den Kaiſer bei ſeiner Rückkehr nach Prag wenigſtens etwas feierlicher als auf deſſen Ausfluge nach Pürglitz zu empfangen.


