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in Folge deſſen brach im Heere der Suijerltchen eine furchtbare Hungersnoth aus.
Dieſe zwang den Sieger zum Rückzuge. Der Befehlshaber von Kaniſcha, Georg Freiherr von Pa⸗ radiß, durch Mercveurs Rückzug entmuthigt, über⸗ gab am 11. September 1600 die Feſtung unter der Bedingung des freien Abzugs der ganzen Be⸗ ſatzung, Ibrahim erfüllte dieſe Bedingung. Paradiß aber ward auf Befehl des Kaiſers vor ein Kriegs⸗ gericht geſtellt, das ihn zum Tod verurtheilte und ihm, wie dem Leſer bereits bekannt iſt, den Kopf vor die Füße legen ließ.
Um den Verluſt von Kaniſcha zu rächen, ver⸗ ſammelte der Kaiſer auch im folgenden Jahre(1601) einen neuen Landtag um ſich, und begehrte vom erſchöpften Reiche neue Hilfsquellen an Gold, Volk und Heerführern.
Die böhmiſchen Stände, welche im Januar zu⸗ ſammentraten, bewilligten Alles, was Rudolph von ihnen verlangte. Mähren ſchickte ſechstauſend Mann Fußvolks und fünfzehnhundert Mann ſchwerer Rei⸗ terei, jedoch nur unter der Bedingung, daß ihr An⸗ führer ein Mährer ſei. Schleſien ſandte im März zweitauſend Reiter, die unter dem Oberbefehle des


