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chriſtlichen Heeres anzuflehen, ward auf des Kaiſers Anregung vom Landtage der Befehl erlaſſen: Je⸗ dermann müſſe ſich, mit Ausnahme des Handwerkers, allmorgendlich ſieben Uhr, ſobald er die Glocke läuten höre, in die Kirche zum Gebet verfügen. Der Hand⸗ werker, der bei ſeiner Arbeit verweilen dürfe, müſſe, ſobald die Glocke die Andern in die Kirche rufe, bei der Arbeit auf's Knie ſinken und Gott den All⸗ mächtigen um Beiſtand gegen das weitere Vordrin gen des unchriſtlichen Halbmondes anrufen.
Die letzten Unfälle und Niederlagen bewogen den Sultan, im folgenden Jahre(1596) ſich ſelbſt an die Spitze ſeines ziemlich entmuthigten Heeres zu ſtellen. Er kämpfte wie ein gereizter Tiger und eroberte Raab.
An Matthias Stelle ward, auf deſſen eigenes Verlangen, Erzherzog Marimilian zum Heerführer ernannt. Dieſer belagerte mit dem böhmiſchen und mähriſchen Kriegsvolke, die ungariſche Veſte Hatwan, die ſich gleichfalls im Beſitze der Türken befand.
Wilhelm Treéka von Lipa mit ſeinen tauſend böhmiſchen Kriegern war der Erſte, welcher Hatwans Mauern mit ſolcher Schnelligkeit erſtieg, daß dem überrumpelten Halbmonde keine Zeit blieb, zu den Waffen zu greifen und Widerſtand zu leiſten. Drei


