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die Thore Wiens vorzudringen. Damals hatte der Türke noch Energie!
Rudbolph ſchloß jetzt ein Schutz⸗ und Trutzbünd⸗ niß mit dem Fürſten Sigismund von Siebenbürgen. Der Kaiſer verpflichtete ſich dafür: daß 1. der älteſte Sohn des Fürſten nach dem Ableben ſeines Vaters zur Regierung gelange unter der Bedingung, daß er wie jeder ſeiner Nachfolger, den Kaiſer und König in Ungarn als ſeinen Herrn anerkenne. Sollte er oder ſein Nachfolger ohne Erben ſterben, ſo ſolle Siebenbürgen an den Kaiſer fallen; 2. daß der Kaiſer dem Beherrſcher von Siebenbürgen ſtatt des bishe⸗ rigen Titels Woywode“ den Fürſtentitel zugeſtehe, und letzteren urkundlich beſtätige; 3. daß der Fürſt Sigis⸗ mund von Siebenbürgen die Tochter des Erzher⸗ zogs Carl, Maria Chriſtina, zur Frau und vom Kö⸗ nige von Spanien, Philipp jl., den Orden des gol⸗ denen Vließes erhalte.
Fürſt Sigismund drang, nachdem Rudolph ihm dieſe drei Zugeſtändniſſe verbrieft hatte, in die Wal⸗ lachei, eroberte Bukareſt und ſchlug den Großweſier mit ſo vielem Glücke zurück, daß Sinan⸗Paſcha ſich ge⸗ zwungen ſah, nach Conſtantinopel zu fliehen. Wallachei und Moldau aber begaben ſich unter den Schutz des Fürſten von Siebenbürgen.


