219
eben ſo glänzend für ihn, als furchtbar für ſeinen Feind zu rächen.
Mit dreifach verſtärktem Heere drang der Großwe⸗ ſier Sinan⸗Paſcha in Croatien und Ungarn ein, nahm Siſſek, Trentſchin, Veſprim, Palota, Papa und einige andere Städte mit Sturm und ließ überall blutbe— fleckte Spuren greuelvoller Verheerung zurück.
Bald aber ſah ſich der ſiegreich vordringende Großweſier mitten im Laufe ſeiner Eroberungen auf⸗ gehalten durch die Meuterei ſeiner eigenen Krieger, durch die Rebellion der Janitſcharen, die ihn zwangen, von der weitern Verfolgung des Feindes abzuſtehen und wegen des Herannahens der rauhen Jahreszeit die Winterquartiere zu beziehen. Sinan⸗Paſcha zog ſich nach Ofen zurück.
In Folge dieſes von ſeinen eigenen Soldaten erzwungenen Rückzuges erlitt eine Abtheilung des Heeres am 3. November bei Stuhlweißenburg durch General Ferdinand Grafen von Hardegg eine neue Niederlage, bei welcher der Türke über ſechstauſend Mann und 44 Kanonen verlor. General Tieffenbach eroberte Sabac, ſchlug am 27. November die Tür⸗ ken bei Filek und bemächtigte ſich einiger ihrer feſten Schlöſſer.
Im Frühjahre 1594 wurde Gran, das der


