Teil eines Werkes 
3. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Er geht über Wittenberg nach Roſtock und von dort zu Schiffe nach Kopenhagen.

Der Onkel hatte unterdeſſen ſeinen Neffen zum Erben eingeſetzt, und ſtirbt am 21. Juni deſſelben Jahres.

Aus Dankbarkeit dichtet Freund Tycho, der ſein Latein nicht vergeſſen hat, auf Onkel Jürgen eine ziemlich lange Grabſchtift in fünf⸗ und ſechsfüßigen Verſen) und tritt gerührten Herzens die erſte Hälfte einer ziemlich fetten Erbſchaft an.

Der heiße Wunſch, die Welt zu ſehen, treibt ihn ſchon nach einem Jahre wieder in die Fremde zurück. Dießmal unterſtützt ihn, weil er, noch unmün⸗ dig, die Erbſchaft nicht erheben kann, ſein Onkel mütterlicher Seits, Steen Bille.

Tycho de Brahe geht nach Wittenberg. Er langt dort am 13. April 1566 an, verliebt ſich ſchon am andern Morgen in eine kleine dralle Bäckers⸗ tochter, die nicht minder friſch als die Waare ihres Vaters iſt, improviſirt auch auf ſie lateiniſche Ge⸗ dichte, welche ſie nicht verſteht, verſpricht endlich

*) Sie iſt noch heutigen Tages in der Frauenkirche zu Kopenhagen, wo ſein Oheim begraben liegt, zu ſehen⸗