— Und hofft Ihr? fragte Jobſt zweifelnd. — Ich hoffe nichts mehr auf dieſer Welt und dennoch— ich ſchwöre es Euch!— werde ich nichts unterlaſſen und Alles, Alles wagen, um meinen Vater und Euern Landsmann zu befreien.
— O könnten ſie Euch jetzt hören!
— Dann würden ſie es glauben, daß ſie für mich die Theuerſten auf Erden ſind! ch, holdes Fräulein, faſt beneide ich meinen gefangenen Freund um das ſchöne ſtolze Glück, für Euch leiden zu dürfen und ſich von Euch bemit⸗ leidet zu wiſſen..
— Er iſt, wie Jobſt, ein gefeierter Künſtler.
Ihr Beide bedürft des Mitleids nicht! Das was
Euch fehlt.
— Iſt die Liebe eines ſolchen Engels! unter⸗ brach ſie der Mitwiſſer ihres einzigen Geheimniſſes.
— Lebt wohl, Meiſter Jobſt von Brüſſel, ſprach Eva, welche ihre ſtille Neigung, die ſie einer köſtli⸗ chen Perle gleich tief verborgen in der Muſchel ihres Herzens trug, urplötzlich verrathen fühlte und darum nichts weiter davon zu hören wünſchte. Schrei⸗ bet Ihr in Eure Heimath, dann grüßt von mir Colins Weib und Kind viel tauſend⸗tauſendmal
und ſaget Ihr...


