Teil eines Werkes 
1. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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gefangenen entgegenzunehmen und ihnen das heilige Abendmahl zu reichen.

Und die Erlaubniß dazu? fragte der Soldat. Hier iſt ſie! ſagte Pater Pamphilius Weiß (ſo hieß ſich Jobſt von Brüſſel) beherzt einen alten, längſt abgelaufenen Conſens dieſer Art vorzeigend.

Das Ding iſt in einer Sprache geſchrieben, die Unſer Einer nicht verſtehen kann.

Das iſt nicht unſere Schuld, mein Sohn! ſagte Pater Gualbertus Roth. Dieſe Erlaubniß iſt in lateiniſcher Sprache abgefaßt.

Das mag ein Anderer leſen, meinte die

Wache. Einſtweilen aber behalte ich den Schein..

Das geht nicht, mein frommer Sohn! Wir müſſen ihn dem Schloßburggrafen vorzeigen, ſonſt werden wir dort, wie Euer Verſtand wohl leicht begreifen wird, nicht eingelaſſen.

Nun, da habt Ihr Euer Papier. Fahr zu! ſagte er zum Kutſcher.

Die erſte Angſt war glücklich überſtanden. Dem frommen Pater Pancratius Schmidt fiel ein Mühl⸗ ſtein von der Bruſt.

Der Wagen fuhr in die Stadt. Am erſten Einkehrhauſe, beſchildet zur heiligen Ludmila, machte

er Halt. Die fünf frommen Väter ſtiegen aus.

1856. IW. Auf dem Hradſchin. I. 14