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Pfaͤnder zu ſpielen. Bisweilen nahm auch der Kaiſer daran Theil. Hier legte Napoleon ſeinen Purpurmantel, ſeine Kaiſerkrone ab, hier war er liebender Gatte, zaͤrtlicher Vater, theilnahmvoller Camerad ſeiner tapfern Generale... Das Alles iſt nun vorbei.. er, der noch vor Kurzem eine halbe Welt beherrſcht, ſitzt jetzt auf Elba, ein Koͤ⸗ nigsadler in einem Kartenhauſe... Verzeihen Eure Majeſtaͤt, daß mein Schmerz mich verleitet, Saiten anzuſchlagen, die Ihr Ohr unſanſt beruͤhren muͤſſen.
— Ich ehre Ihren Schmerz und bin ungluͤcklich, daß es nicht in meiner Macht liegt, ihn zu lindern. Doch geben Ew. Majeſtaͤt nicht ganz die Hoffnung auf: Was heute faͤllt, kann morgen wieder ſteigen.
— Ich, Sire, werde das ſchwerlich erleben... Mein Herz iſt gebrochen.. ich fuͤhle, daß ich am Rande des Grabes ſtehe.
— Faſſen Sie Muth, Madame! Der Himmel wird Sie zum Wohle der Armen„denen Sie eine liebevolle Mutter ſind, noch lange erhalten. In einigen Monaten ſende ich Ew. Majeſtat ſeltene Ge⸗


