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Freude... die meiſten habe ich ſelbſt gepflanzt... ich pflege ſie mit muͤtterlicher Liebe... — Kein Wunder, daß ſie dann ſo ſchoͤn gedeihen. — Ich ſehe, daß der Ruf nicht gelogen. Ew. Majeſtaͤt ſind die Bluͤthe ritterlicher Galanterie.
— Ach, welch ein huͤbſcher Springbrunnen!
— Hier, dieſer Raſen, war der Lieblingsſitz meines Gemahls... Stundenlang ſaß hier der große Kaiſer, in Gedanken vertieft, zuhorchend dem geheimnißvollen Gemurmel des Waſſerſtrahls, der ins Baſſin fiel. Dieſe Fontaine, war ſie nicht ein mahnendes Zeichen fuͤr Napoleon! Sie ſtieg und fiel, ſo ſchnell wie er!
— Was iſt das fuͤr eine Blume? fragte der Kaiſer, nur darum, um ihren Gedanken, die ſich ſtets zu ſchwermuͤthigen Erinnerungen hinneigten, eine andere Richtung zu geben.
— Das iſt eine Pflanze, die Hippolyte Ruiz und Joſeph Pavon, zwei ſpaniſche Naturforſcher, aus Peru mitgebracht und mit dem Namen des Kaiſers belehnt haben. Es iſt eine Bonapartea
speciosa.


