Teil eines Werkes 
3. Band (1845)
Entstehung
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Couthon und Henriot. Eine Wolke wilden Poͤbels umhuͤllte den Karren, die Maͤnner ſangen patrio⸗ tiſche Lieder, die Weiber ſtießen Fluͤche und Ver⸗ wuͤnſchungen aus. Robespierre! rief die Eine, verflucht ſei der Vater, der Dich gezeugt! ver⸗ flucht die Mutter, die Dich geboren! verflucht die Amme, die Dich geſaͤugt! Du elender Henker, Du Bluthund! heulte eine Andere; Du haſt mei⸗ nen Mann, meinen Sohn, ſein Weib getodtet, dafur wirſt Du ſieden in der Hoͤlle, im Blute der Erwuͤrgten, die Teufel werden Dich ſchinden, wie Du uns geſchunden. Robespierre ſchien nichts zu horen, nichts zu ſehen; von allen Sinnen ſchien nur der Geruch noch nicht abgeſtumpft, er hielt ſich mit einem Tuche die Naſe zu, denn noch roch Henriots Kleidung von dem Kothe des Abtritts, in den er, um der Verhaſtung zu entgehen, hineingeſprungen.

und wie beſtieg er das Schaffot? fragte die Maillard mit geſpannter Neugier.

Er zitterte und bebte und murmelte, wie mir Samſon erzaͤhlte, ein Gebet zu Gott.

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