Teil eines Werkes 
3. Band (1845)
Entstehung
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wacht, die nur durch eine ſpaniſche Wand von ih⸗ rem aͤrmlichen Lager getrennt waren.

Am 3. September beſtand die Koͤnigin das erſte Verhoͤr vor zwei Commiſſarien des oͤffentlichen Sicherheits-Comité. Die Königin benahm ſich vor ihren Richtern mit einer Wuͤrde, die ſelbſt ih⸗ ren Todfeinden Achtung und Ehrfurcht einfloͤßte.

Am 11. October fand das zweite, am 14. das dritte und letzte Verhoͤr ſtatt.

Die Tribune war mit rohem Poͤbel angefuͤllt,

welcher Zeuge ihres Verhoͤrs und ihrer Verurthei⸗

lung ſein wollte.

Hebert, der Herausgeber des beruͤchtigten Père Puchesne, der nicht aufgehort, die Konigin zu be⸗ ſchimpfen und verlaͤſtern, um den Haß der Poͤbel⸗ maſſen gegen ſie aufzuregen, hatte als Procurator der Gemeinde ſeine Frechheit ſo weit getrieben, die Konigin der ſchändlichſten Verbrechen, ja ſogar der Blutſchande mit ihrem eigenen Sohne anzuklagen.

Ich frage hier alle Muͤtter, rief die Koͤnigin, die bei dieſer Anklage ihre Faſſung verlor, ob eine unter ihnen eines ſolchen Verbrechens faͤhig iſt?!