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Sie ſchlug um ſich wie eine Wahnſinnige, ſchrie, weinte, raſte, tobte, fluchte... Umſonſt!
Eine halbe Stunde ſpaͤter ſtand ſie in weißer Atlasrobe am Fuße der Guillotine. Zu ſchwach, um ſelbſt hinaufzuſteigen, mußten die Gehuͤlfen des Henkers ſie hinauftragen.
Sie legten ihr Haupt unter das ſchwebende Beil.
— Encore un moment, Monsieur le Bour- reau! ſchrie ſie.
Da ſiel das Beil und eine Secunde ſpäter warf der Henker ihr Haupt zu den uͤbrigen.
Gleich nach ihr beſtieg ein junger Mann das Schaffot. Des Lebens uͤberdruͤßig, hatte er auf offentlichem Platze„Vive le BRoi!« Fßi Was er gewollt, war geſchehen.
Oben angekommen, warf er einen lachenden Blick auf die gaffende Menge, und die Roſe, die er im Munde hatte, unter das Volk und rief:
— ℳ la plus belle!


