Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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mich heute noch nicht raſirt hat. Thu' Du es, mein Sohn.

— Hoͤrt mich an, Papa, ich will Euch einen guten Rath geben, laßt Euch von Eurem Vetter, dem Herzog von Richelieu, raſiren.—

— Das ſchickt ſich nicht fuͤr ihn.

— Wie ſo? Er hat Euch ja ſchon mehr als einmal eingeſeift und uͤber den Loͤffel barbirt.

— Wenn unſer Vetter das hoͤrte!

— Was koͤnnte er mir anhaben? Mich hoͤch⸗ ſtens zum Mitglied der Academie ernennen, da⸗ mit ich aus Dankbarkeit das nachſinge, was die andern Vierzig mir vorpfeiffen: Pſaphon iſt ein großer Gott!*)

— Laß das Witzeln, komm, raſire mich.

*) Pſaphon, ein Aegypter-König, hatte Vögel ab⸗ gerichtet, die»Pſaphon iſt ein großer Gott« ſprachen. Die Vögel wiederholten dieſe eingelernten Worte im Freien; das dumme Volk hielt das für eine Verkündi⸗ gung des Himmels und widmete ſeinem König göttliche Verehrung. Die Academie francaiſe, die ihrem Stifter Weihrauch ſtreute, ward deshalb Volerie de Psaphon genannt.