Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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dienſte wäͤren, die ſie ſich um die allein ſeligma⸗ chende Kirche erwuͤrbe, wenn ſie ſeinen geheimen Plan bei dem Koͤnige beguͤnſtigen wolle. Louiſe, gedraͤngt von ihrem Verwandten, trug des Pabſtes Bitte dem Koͤnige vor; Ludwig, zu ſchwach und ängſtlich, um irgend einen Schritt ohne die Ge⸗ nehmigung ſeines erſten Miniſters zu thun, ſprach mit dem Cardinal. Richelieu erklaͤrte, Frankreichs Politik erheiſche es, die deutſchen Fuͤrſten unter ſich im Kriege zu erhalten, und ihre Macht zu zer⸗ ſplittern. Nur aus dieſem Grunde gewaͤhre er den Proteſtanten Subſidien gegen die Katholiken, nur aus dieſſem Grunde unterſtuͤtze er Wallen⸗ ſtein gegen den Kaiſer.

— Oeſtreich, ſchloß der Cardinal, muß durch dieſe Kriege im Herzen ſeines Reichs geſchwächt werden, ſonſt wird ſeine wachſende Gewalt uns gefaͤhrlich.

Ludwig wagte keinen Einſpruch.

Am andern Morgen als Louiſe de Lafayette ihrem Vogel, dem Dollmetſcher ihrer Liebe, neue Worte lehrte, trat unangemeldet der Cardinal ein.