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— Eine Suͤnde? Ei wie ſo?
— Der Maler hat eine Frau, eine gute, eine ſchoͤne Frau.
— Pense à moi, Reine de mon coeur! rief der Vogel.
— Hoͤrt nur, Fräulein, wie ſchon er bitten kann.
— Louiſe, Louiſe! rief der Papagey.
— Fraͤulein, wie konnt Ihr ſo hart ſein. Tretet naͤher, er beißt nicht. Louiſe naͤherte ſich dem Kaͤfig. Der Vogel ſprang auf ihre nackte Schulter und kuͤßte ſie.
— Der Maler hat ihn trefflich abgerichtet. Das iſt ein kluges Thier.
— Aimez moi, ma Reine, aimez-moi! rief
der Vogel.
— Still, ſtill, man koͤnnte dich horen, hauchte Louiſe.
— Fraͤulein, Ihr ſeid nackt und koͤnnt Euch leicht erkaͤlten; geht zu Bette, Fraͤulein, und nehmt den klugen Vogel mit.
— Gervaiſe, iſt das keine Suͤnde?


