270
5
einen der drei Galgen, die er fur ſeine Feinde hatte errichten laſſen.
— Vive le Roi! rief das wuͤthende Volk, à bas les Italiens! Dann ſchnitt man ſeinen Leich⸗ nam wieder vom Galgen ab, und zog ihn auf den Greveplatz, wo man ihn in tauſend Stuͤcke zerriß. Jeder Franzoſe wollte ein Stuͤck von dem verxcommunicirten Juden« haben— jedes einzelne Glied wurde an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert, am theuerſten wurden ſeine Ohren bezahlt. Die Wuth des Volkes war ſo groß, daß Einer ihm das Herz aus den Eingeweiden riß, es auf Kohlen roſtete und vor Aller Augen verzehrte. Seine Eingeweide wurden in eine Cloake gewor⸗ fen und die blutigen Ueberreſte auf dem Pont⸗ neuf vor der Statue Heinrichs IV. verbrannt. Am andern Morgen wurde ſeine Aſche unzenweiſe fur einen viertel Thaler verkauft.
Leonore Galligai, die Gattin des Marſchalls d'Ancre, bei der man Schmuck und Edelſteine fur mehr als 120,000 Thaler fand(in den Taſchen ihres Gemahls hatte man den Werth von faſt 20


