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Heinrich, einer jener wenigen Monarchen, deren Ohr an Wahrheit gewoͤhnt war, nahm ſich dieſe Ermahnungen zu Herzen. Ein guter Hofnarr und ein ehrlicher Beichtvater ſind oft die beſten Raͤthe der Koͤnige. Schade, daß man jene ab⸗ geſchafft und dieſe behalten hat, denn ein Narr iſt viel billiger als ein Beichtvater und nicht jeder Beichtvater iſt ſo ehrlich, als der des Koͤnigs Heinrich.
Der Koͤnig bat Gabriellen, das Oſterfeſt in Paris zuzubringen. Sie ſtraͤubte ſich Anfangs, ſchmollte, ſchluchzte, weinte, gab aber, auf vieles Zureden, endlich nach. Der Koͤnig begleitete ſie bis nach Maleu. Hier nahmen ſie von einander
Abſchied.
— Leb' wohl, Heinrich, leb' wohl. Mein Herz ſagt mir, daß wir uns niemals wieder ſehen, ſprach Gabrielle in Thraͤnen zerfließend.
— Naͤrriſches Kind, weg mit den truͤben Ge⸗ danken. In acht Tagen und vielleicht ſchon fruͤ⸗ her, bin ich bei Dir in Paris.
— Leb' wohl, Heinrich, leb' wohl auf ewig.


