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und weiß geſtreiften Rocke, mit der Pfeife im Munde, einen der
älteren Baigneure vor, die alle ſeine Freunde ſind und bei denen
Eine Hand die Andere wäſcht, und Zvo bleibt ohne Verdienſt.“ „Hat er denn böſe Eigenſchaften oder verſteht er ſein Geſchäft
nicht?“
„Mynheer,“ entgegnete der Bootsmann,„es antwortet ſich leichter für einen alten Seehund, der den Arm dreimal und das Bein einmal gebrochen hat, wenn er ſitzt und— wenn ein Geneverchen*) die vom Seewind ausgetrocknete Kehle benetzt hat. Laßt uns dort am Lootſenhauſe Platz nehmen und ein Geneverchen trinken, ſo ſollt Ihr Alles wiſſen. Aber redet deutſch, Mynheer; ich bin auch ein Deutſcher, aus Königsberg in Preußen gebürtig,
liege aber hier als ein Wrack vor Anker und heiße Meyer.“
Ich fand ſogleich, daß die Bemerkung meines Hausherrn über die Bootsleute auf dem Damme richtig war. Laſſen Sie ſich mit ihnen nicht ein, hatte er geſagt; ſie hängen ſich an Sie wie Kletten, und allemal iſt eine unverſchämte Bettelei im Hintergrunde ihrer Höflichkeit und Freundlichkeit.
Ich trat mit ihm an das Lootſenhaus, das aus zwei kleinen, durch einen Mittelbau vereinigten Pavillons beſteht, und zwiſchen dem Cercle du Phure und deft Pavillon du Roi liegt Bei ſchönem Wetter ſtehen da Tiſche und Stühle in Menge und die herum⸗
bummelnden Seeleute ſitzen in großer Zahl daſelbſt, trinken das
ſäuerliche, ſtarke Bier, welches den Namen Faro trägt, oder einen Genever, rauchen und plaudern, ſehen durch das Fernrohr auf die
See und ſuchen in aller Weiſe die Zeit todtzuſchlagen oder einen
Fremden ins Schlepptau zu bekommen, dem ſie ein Glas Faro oder einen Genever herauslocken, indem ſie ihm ihre meiſt wunderſam genug klingende Lebensgeſchichte erzählen.
Mein Bootsmann Meyer, dem man indeſſen von der Mundart ſeiner Heimath nichts mehr anhörte und der durch und durch ein
*) Wachholderbranntwein.
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