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Der Unbekannte : Novelle / von K. Eduard von der Oelsnitz
Entstehung
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3 162 das letzte Lebewohl, und eine Bitte an den

ewigen Vater, um Barmherzigkeit und ein

ſanftes Ende.

Er iſt nun glucklich! ſagte der Prior. Der Himmel iſt verſohnt.

Glaubſt Du denn, verſchte die Geſtat: Daß mein Gewiſſen ſo leicht ſich abfertigen

laſſe? Kannſt Du mir Buͤrgſchaft geben, daß die Saat des Böſen, die wir ausſtreuen hal⸗ fen, erſtickt iſt fuͤr alle Zeiten? Eggen⸗ berg! Ein halbes Jahrhundert voll Schmerz und Qual liegt hinter mir. Ich habe Dich nur wiederſehen wollen, um zu fragen: Ob Du Gnade erwarteſt fuͤr Dich und mich? Unglückliche! ſagte Ambroſtus mit tie⸗ fem Seufzer: Die Täuſchungen unſers Lebens ſind entflohen, und der letzte Troſt, de ich

Dir bieten kann, iſt der Glaube die

hochſte Guͤte.

Wohl! ſprach die Geſtalt, indem ſie den verhüllenden Schleier zuruͤck warf:Hier ſehe in das Antlitz, das Dir einſt theuer war!

Der Prior bebte zuruͤck vor den ſtarten