Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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gedacht, daß mir einſt bei meinem Auszug ſo viel brave Leute das Ehrengeleit geben würden. Kein Menſch vermag doch zu wiſſen, wie weit er's im Le⸗ ben noch bringen kann.

Nur langſam rückte die Menge vorwärts; durch das innere Thurmthor gelangten ſie endlich auf die prächtige ſteinerne Brücke, unter deren breit gewölbten Bogen die Donau rauſchend dahinzog. Eben ging zur Linken hinter dem oberen Wöhrd die Sonne feu⸗ rig unter, noch einmal die Dächer der Stadt und die Kuppeln der Kirchen und das Gerüſte um den Dom anſtrahlend, während auf dem andern Ufer Stadtam⸗ hof und die Berge oberhalb Winzer ſchon im tiefen Schatten lagen; gerade hier und auf dieſem Punkte ein unvergleichlich ſchönes Schauſpiel, das Fellner ſchon oft bewundert hatte und das er heute zum letz⸗ ten Mal ſich betrachten ſollte. Beinahe wäre ihm doch ein wenig wehmüthig ums Herz geworden, aber ein Blick auf Agathe und ein troſtreicher Druck ihrer treuen Hand machte ihm wieder das Gemüth leicht und voll Vertrauen auf die Zukunft.

So waren ſie am äußern Brückenthor angekom⸗ men, deſſen Thore die reichsfreie Stadt Regensburg von Stadtamhof trennten. Hier mußte geſchieden ſein, und zwar ſollte das angeſichts der gaffenden Menge