Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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rothes Unterfutter zu zeigen, das an einzelnen Stellen offenbar in gefallſüchtiger und eitler Abſicht herausge⸗ zogen und aufgebauſcht war.

Ein langes Schwert mit grobem Griff, ein kurzes Meſſer, das an einem um den Leib geſchlungenen Riemen auf dem Rücken hing, bildeten zuſammen mit der ſchon erwähnten Hellebarde die Bewaffnung des Mannes.

Dieſe Hellebarde aber wurde nur darum ſchon erwähnt, weil ſie in dieſem Augenblick eine gar be⸗ drohliche Stellung einnahm und gerade auf die Bruſt des Mannes gerichtet war, der in unſerer Erzählung eine nichts weniger als unwichtige Rolle zu ſpielen berufen iſt. Und dazu hat er ein volles Recht. Denn wenn auch ſeine äußere Erſcheinung dem erſten Blick unanſehnlich und im Verhältniß zu ſeinem goliath⸗ gleichen Widerpart vielleicht ſogar lächerlich erſcheinen mag, ſo wird ein näherer Beſchauer doch bald finden, daß die Zierlichkeit und Behendigkeit der Geſtalt ihren Beſitzer dem ſchwerfälligen Landsknecht gegenüber in einen gewiſſen Vortheil bringt, der nicht unterſchätzt werden darf. Außerdem aber iſt den von Schelmerei und Klugheit blitzenden Augen leicht genug zu ent⸗ nehmen, daß Meiſter Fellner da, wo ihn ſeine kör⸗ perliche Ausſtattung im Stich zu laſſen droht, mit um ſo größerem Geſchick vielleicht ſeine Zunge ſpielen