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nächſte Ecke geworfen, grollend und übellaunig zum Fenſter hinaus.
Doctor Anſelmus war in einer nicht minder ver⸗ drießlichen Stimmung; was mochte, ſagte er ſich, dieſer Mönch ſeiner Nichte nicht Alles erzählt haben, ſchmerzen⸗ und thränenreich! Doctor Anſelmus wußte genau, daß das Mitleid am erſten der Boden ſei, dem die Roſen⸗ blüte der Liebe entſproſſe, und wohin ſollte das führen, nachdem Frater Heinrich in Dora doch nur den Stu⸗ denten, den Neffen des Doctor Anſelmus ſah und ſehen durfte. Dennoch begann es ihm bereits leid zu thun, daß er ſeiner Nichte ſo ſchroff entgegengetreten war. Ja, er ſann ſogar darauf, wie er dieſe wieder heiter zu ſtimmen vermöge, und verließ, nachdem er noch
eine Weile nachgedacht und zu einem Entſchluſſe ge⸗
kommen ſchien, das Zimmer.
Dora hatte inzwiſchen vor ihrem Tiſche Platz ge⸗ nommen und ſaß nun, die Füße auf den blanken Schemel und den Arm auf das eine Knie geſtützt, nach⸗ denklich da, über die Arbeit weg in das Freie hinaus⸗ ſehend. Die kleine weiße Hand, die ihr Oheim vor wenigen Stunden in ſo bedenklicher Weiſe gelobt hatte, ruhte vor dem Mund, deſſen feingeſchnittene, knospende Lippen ſie bedeckte, und wenn ſie nicht ihren braunen Lockenkopf ſo trotzig in ſich hineingeſteckt, ſo hätte


