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lange und ſo genau kennt wie ich, dann hört man auf, ſich in ſie zu verlieben.“
So wenig Schmeichelhaftes in dieſen Worten für diejenige lag, der ich einen ſo geheimen und warmen Cultus widmete, hatte ich doch die Schwachheit, mich im erſten Augenblicke darüber zu freuen. Doctor Breitſam geſtand ja mit ihnen ein, daß er kein Rivale von mir ſei. Und dann hatte er ja vom Stande der Schau⸗ ſpieler nur im Allgemeinen geſprochen und dachte ge⸗ wiß nicht daran, ſich hier eine Regel ohne Ausnahme vorzuſtellen.
„Sie kennen Fräulein Marion?“ fragte ich, nun meinerſeits bemüht, das Geſpräch fortzuſetzen.
„Sie kam vor einigen Monaten von Wien und machte mir, da ſie Empfehlungsbriefe an mich hatte, ihren Beſuch.“
„Sie ſtehen demnach mit dem Theater in Verbindung?“
„Indirect, ja. Ich bin Theaterreferent, und ſo iſt auch die perſönliche Berührung mit dem Künſtler eine unvermeidliche.“
„Ich begreife das“ ſagte ich,„aber wird dadurch die erſte Pflicht des Kritikers, nämlich die, objectiv und parteilos zu ſchreiben, nicht außerordentlich erſchwert?“
Doctor Breitſam ſah mich mit einem Blicke an, der mir vielleicht klar machen ſollte, daß ich etwas unend⸗
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