und der lieben Gewohnheit zu entſagen, während der Andere, deſſen Theaterbeſuch etwas Seltenes, etwas Feſttägliches iſt, den ſcheinbaren Genuß nicht entbehrt, nicht vermißt und gar nicht daran denkt, eine Uebung oder Gewohnheit daraus zu machen. Man wird des⸗ halb auch finden, daß das Publikum des Theaters nur aus Leuten beſteht, die es täglich, und aus ſolchen, die es alljährlich nur ein paar Mal beſuchen. Gäſte, welche die Mitte halten, die alſo weder häufig noch ſelten kommen, gibt es kaum.
Ich, wie geſagt, gehörte vor anderthalb Jahren zu den fleißigſten Beſuchern, welche das Theater jemals ge⸗ habt hat, und war im Begriff, mich zu einem jener Individuen umzugeſtalten, die man mit dem Namen Theaterhabitues zu bezeichnen pflegt. Ich hatte das Theater früher nie beſucht, und ſo iſt es zu entſchuldi⸗ gen, wenn mich jene Bühne ſo unwiderſtehlich anzog. Daneben war es aber auch noch eine andere Urſache, welche ihre mächtigen Hebel anſetzen mußte, um mich aus der lobenswerthen Bahn meiner wiſſenſchaftlichen Arbeiten zu ſchleudern, und dieſe Urſache hatte ſich zu ihrer Verkörperung die lieblichſte aller Erſcheinungen ausgewählt— es war eine der Schauſpielerinnen, die ich bei ihrem Vornamen, Marion, nennen will.
Ich war ein Neuling, ich war, wie geſagt, früher


