Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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Sibylle(ruhig und ſanft).

Nein, Euer ganz Geſchlecht!

Und dort zu beſſern, iſt Euch jetzt geboten;

Daß Ihr der gift'gen Frucht das Urtheil ſprecht,

Hilft nichts! Ihr müßt bei Euch des Uebels Wurzel roden!

Oberſt(nachdem er eine Weile in Gedanken geſtanden). Was Du nicht Alles weißt! Und dann?

Sibylle(n einen leichtern Ton übergehendy. Nun Ihr das wißt, mögt Ihr Euch hüten,

Noch ferner über uns den Stab zu brechen;

Ich hab' geheime Macht, Euch Schach zu bieten: Ich kann die Liebe rufen, uns zu rächen. Oberſt.

Du bauſt wohl insgeheim auf Zauberei?

Sibylle(chalkhafth. Vielleicht, ſeid wach! (Zum Grafen, leiſer). Ich bau' auf Euren Mai! Seid Ihr beſeligt, wie ihm nimmer ahnt, Erwacht nach gleichem Loos auch ſein Verlangen.

Oberſt. Ja, warte nur darauf, uns iſt's vergangen Das Seligwerden, juſt durch Eure Hand!

Sibylle(Cittend zum Grafen, über deſſen Züge es wieder wie Schatten ſich legen will).

Laßt Euch von ihm das Hoffen nicht verleiden! Oberſt(eftigh.

Ah, Sternenleſerin, wer war's vor Zeiten, Der um der Jugend Hoffen uns beſtahl?