Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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2 zuwinken:Noch herrſchen wir auf dieſer märchen⸗ und ſagenreichen Erde!

Um den Bergesfuß der älteſten und ſtolzeſten dieſer Burgen lagerte in maleriſcher Unordnung ein Städtchen. Seltſam geformte Felſen und Gruppen mächtiger Eichen und Linden oder ſchlanker Pappeln, welche jetzt entlaubt und weiß candirt zwiſchen den Häuſern hervorſahen, ſowie gewaltige Bruchſtücke einer ehemals das Ganze um⸗ ſchließenden Ringmauer mit abgebrochenen Eckthürmen, hohen, noch ſehr wohlerhaltenen Thoren und kleinen verſteckten Pförtchen verliehen ihm einen eigenthüm⸗ lichen Charakter. Das Ganze glich in der durch den Nebel gedämpften und gebrochenen Frühlingsbeleuchtung einemWintermärchen

In der alterthümlichen Kirche mitten im Orte war der Morgengottesdienſt zu Ende; ſie öffnete ihre Pfor⸗ ten und entließ vie Beſucher, von denen eine Gruppe vor einem der alten thurmähnlichen Thore ſtehen blieb um wohlgefällig einem jugendlichen Wanderer in feiner ſchwarzer Kleidung nachzuſchauen, welcher raſch dahin⸗ ſchritt. Es war der neugewählte Rector des Städtchens, welcher eben ſeine Kirchenprobe gehalten hatte und bald antreten ſollte. Ein ſolcher hatte eine dreifache Probe abzulegen.

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